Manuskript schreiben - So wird aus deiner Idee ein Buch

Du wolltest schon immer mal ein Manuskript schreiben, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Dann lies weiter! Wir erklären dir, worauf du achten musst, um ein spannendes Manuskript zu schreiben. Zudem geben wir dir Tipps für die richtige Formatierung deines Manuskriptes.

Inhaltsverzeichnis

Text am Laptop

Idee für dein Manuskript finden

Bevor du damit anfängst, ein Manuskript zu schreiben, musst du natürlich eine gute Buchidee finden. Vielleicht hast du ja schon ein Thema, das dich besonders interessiert und mit dem du dich gerne tiefer beschäftigen möchtest. Falls nicht, kannst du überall Ideen finden. Beobachte deine Umgebung genau. Egal ob in der Bahn, in deinem Lieblingscafé oder im Supermarkt. Wenn du genauer hinschaust, bemerkst du Dinge, die dir vorher nicht aufgefallen sind und vielleicht ist ja auch eine spannende Idee für dein Manuskript dabei. Zusätzlich kannst du dich an anderen Büchern inspirieren und schauen, was gerade beliebt ist. Allerdings solltest du nicht nur über ein Thema schreiben, weil es gerade im Trend liegt. Es wird dir leichter fallen, über ein Thema zu schreiben, das dich interessiert.

Wichtig: Wenn du schon eine Idee hast, überleg genau, ob sie sich so ausbauen lässt, dass du damit ein ganzes Manuskript schreiben kannst. Viele Ideen klingen zwar im ersten Moment spannend, aber es lässt sich keine vollständige Handlung daraus entwickeln. Deshalb sollte deine Idee immer Konflikte beinhalten. In den meisten Büchern gibt einen zentralen Konflikt und kleinere Nebenkonflikte. Der zentrale Konflikt sollte direkt am Anfang aufgezeigt werden, damit Spannung aufgebaut wird. Nebenkonflikte halten die Spannung aufrecht.

Plotten vs. einfach losschreiben

12 Schritte der Heldenreise

Wenn die Idee gefunden ist, fangen einige Autor*innen direkt damit an, das Manuskript zu schreiben und entwickeln die Handlung spontan. Andere Autor*innen planen die Handlung komplett durch, bevor sie ihr Manuskript schreiben. Letzteres wird auch als Plotten bezeichnet. Beim Plotten werden die Figuren und der Spannungsaufbau der Geschichte durchgeplant. Viele Autor*innen nutzen dafür Methoden wie die Heldenreise oder Schneeflockenmethode.

Das Plotten hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Dadurch, dass die Handlung vor dem Schreiben des Manuskripts durchgeplant wird, kannst du inhaltliche Fehler in deinem Manuskript verhindern. Allerdings besteht die Gefahr, dass du dir keinen Freiraum für Kreativität beim Schreiben mehr lässt. Ohne Plotten musst du mehr Zeit für die Überarbeitung einplanen, weil sich schneller Logikfehler einschleichen. Natürlich gibt es auch Mischformen zwischen Plotten und Drauflosschreiben. Am besten probierst du beim Schreiben deines Manuskripts einfach aus, was für dich gut funktioniert. Alle Autor*innen sind unterschiedlich.

Manuskript schreiben mit Spannung

Möchtest du ein richtig gutes Manuskript schreiben, ist es besonders wichtig, an den richtigen Stellen Spannung aufzubauen und abfallen zu lassen. An welchen Stellen deines Manuskriptes du Spannung auf- oder abbauen solltest, lässt sich anhand eines Spannungsbogens erklären.

  • Am Anfang deines Manuskriptes solltest du Spannung aufbauen, indem du den zentralen Konflikt vorstellst und Fragen aufwirfst, die im Verlauf der Handlung beantwortet werden.
  • Im weiteren Handlungsverlauf solltest du den Konflikt zuspitzen, indem du ihn dramatisierst.
  • Am Höhepunkt sollte die Handlung eine unvorhersehbare Wendung nehmen und die Spannung ein wenig abfallen.
  • Kurz vor dem Ende solltest du die Handlung verzögern, indem du einen Plottwist einbaust, um die Spannung wieder ansteigen zu lassen.
  • Am Ende des Buchs wird der zentrale Konflikt gelöst, wodurch die Spannung abfällt.

Figuren kreieren - diese Eigenschaften machen deine Charaktere besonders

Neben einer guten Idee brauchst du spannende Figuren, um ein fesselndes Manuskript zu schreiben. Wenn sich die Leser*innen mit den Figuren identifizieren können, tauchen sie tiefer in die Geschichte ein. Damit deine Figuren sympathisch wirken, gilt: Nobody is perfect! Deine Figuren sollten genau wie echte Menschen Fehler machen oder negative Eigenschaften haben. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, wie deine Charaktere besonders interessant und vielschichtig wirken:

  • Besondere Fähigkeiten: Figuren wirken spannender, wenn sie etwas besonders gut können oder übernatürliche Fähigkeiten haben. Dadurch werden die Leser*innen neugierig, was die Figur mit ihren besonderen Fähigkeiten erreicht.
  • Hintergrundgeschichte: Du solltest dir vor dem Manuskriptschreiben eine Hintergrundgeschichte für deine Figuren ausdenken. Je mehr Informationen die Leser*innen über eine Figur haben, desto besser können sie die Figur verstehen und sich in sie hineinversetzen. Informationen zur Hintergrundgeschichte können auch ein guter Plottwist sein, weil die Leser*innen dadurch verstehen, aus welchen Gründen sich eine Figur auf eine bestimmte Art und Weise verhält.
  • Sympathie: Wenn Leser*innen eine Figur sympathisch finden, dann fiebern sie automatisch mit. Charaktere, die witzig, stark und unterhaltsam sind, erscheinen besonders sympathisch.
  • Aktive Figuren: Achte darauf, dass deine Figuren nicht nur auf die Handlung reagieren, sondern aktiv dazu beitragen.
Kugelschreiber auf Papier

So kannst du deinen Schreibstil aufwerten

Vor allem Verlage legen bei Manuskripten viel Wert auf den Schreibstil. Aber natürlich ist dieser auch wichtig, wenn du dein Buch im Selfpublishing veröffentlichst. Deshalb solltest du beim Manuskript schreiben besonders auf deinen Schreibstil achten, um dein Manuskript spannender zu gestalten. Es gibt einfache Tricks, durch die du deinen Schreibstil verbessern kannst:

  • Show don’t tell: Wenn du die Gefühle einer Figur beschreibst, solltest du nicht direkt die Gefühlslage nennen, sondern mit Mimik, Gestik und Emotionen beschreiben. Statt zu schreiben: “Sie war nervös” kannst du das Verhalten der Figur genauer schildern: “Sie tippelte mit den Füßen auf und ab und ihre Hände begannen zu schwitzen”.
  • Dialoge: Wenn deine Figuren miteinander kommunizieren, solltest du diese Teile in Dialogen schreiben. Dadurch bekommen die Leser*innen das Gefühl, das Gespräch live mitzubekommen und tauchen tiefer in die Handlung deines Manuskriptes ein.
  • Synonyme: Achte darauf, nicht immer dieselben Wörter zu verwenden, sondern Synonyme oder Metaphern zu benutzen. Diese kannst du in einem separaten Dokument abspeichern und darauf zugreifen, wenn du sie brauchst.

Schreibzeiten planen & Schreibroutine finden

Du kannst die oben genannten Tipps so gut berücksichtigen, wie du möchtest, wenn du dir keine Zeit zum Manuskript schreiben nimmst, wird dein Buch nicht fertig. Deshalb solltest du dir feste Schreibzeiten festlegen, die nach und nach zur Routine werden. Doch wie findest du die passende Schreibroutine für dich?

Als Erstes solltest du dir überlegen, zu welcher Zeit du am besten an deinem Manuskript schreiben kannst. Manche Autor*innen schreiben gerne früh morgens, andere abends oder nachts. Probier einfach aus, was für dich am besten klappt. Wenn du deine ideale Schreibzeit gefunden hast, versuche, dir Zeit freizuschaufeln. Neben Arbeit, Studium, Hobbys, Freund*innen und Familie kann die Woche häufig verplant sein. Überleg, wodurch du Zeit einsparen kannst. Vielleicht kannst du ja statt deine Lieblingsserie zum x. Mal zu schauen an deinem Manuskript schreiben. Jede Minute, die du an deinem Manuskript schreibst, zählt. Trage deine freigeschaufelte Schreibzeit in deinen Kalender ein, damit du dich auch daran hältst. Natürlich ist es nicht schlimm, wenn du die ein oder andere Schreibzeit verpasst. Wenn du dich daran hältst, wird deine Schreibzeit zur Routine, die so selbstverständlich erscheint wie das Zähneputzen am Morgen.

Tipp: Du kannst deine Schreibzeit noch effektiver nutzen, indem du dir Schreibziele setzt. Achte allerdings darauf, dass du dir keine unrealistischen Ziele setzt, denn dadurch kannst du die Motivation verlieren, wenn du dein Ziel nicht erreichst. Fange am besten erst mit einem kleinen Schreibziel an und passe es nach Bedarf an. Du kannst dir Belohnungen ausdenken, wenn du dein Schreibziel geschafft hast.

Dein fertiges Manuskript formatieren

Nachdem du mit dem Manuskriptschreiben fertig bist, solltest du es richtig formatieren. Da Manuskripte hauptsächlich dafür geschrieben werden, um sie zu veröffentlichen, ist die Formatierung besonders wichtig. Lektor*innen berechnen ihr Honorar nach der Länge eines Manuskriptes und bei Verlagen spielt die Länge eine große Rolle bei der Entscheidung, ob ein Manuskript veröffentlicht wird. Mit Normseiten kann die Länge eines Manuskriptes besser eingeschätzt werden. Eine Normseite besteht aus ungefähr 30 Zeilen mit 60 Anschlägen bzw. 1500 Zeichen. Du kannst mit allen Schriftarten eine Normseite formatieren, indem du die Seitenränder anpasst und die Zeichen zählst. Allerdings kannst du dir viel Arbeit sparen, wenn du eine Normseite mit der Schriftart Courier formatierst, weil alle Zeichen den gleichen Platz benötigen. Bei anderen Schriftarten benötigt z.B. das ‘I’ weniger Platz in einer Zeile als das ‘E’.

Manuskript schreiben am Laptop

So formatierst du dein Manuskript mit der Schriftart Courier:

  • Schriftgröße 12
  • Seitenränder: oben 4,5 cm, unten 2,7 cm, links 2 cm, rechts 4 cm
  • Zeilenabstand: 1 ½ zeilig
  • Flattersatz
  • keine Silbentrennung
  • Kopfzeile & Fußzeile einfügen

Wenn du alles fertig geschrieben und formatiert hast, kannst du recherchieren und einen Verlag finden, bei dem du dein Manuskript einreichen möchtest. Allerdings ist die Veröffentlichung im Verlag ein sehr langwieriger Prozess, mit dem Risiko, dass dein Manuskript abgelehnt wird. Im Selfpublishing ist die Veröffentlichung deines Manuskriptes garantiert und geht schneller als in einem Verlag. Außerdem hast du freie Gestaltungsmöglichkeiten beim Cover und dem Verkaufspreis.

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Häufige Fragen zum Thema: Manuskript schreiben

Um ein Manuskript zu schreiben, brauchst du mehrere Dinge: Eine gute Idee, einen stimmigen Plot und starke Figuren – aber auch Disziplin und eine Durchhaltevermögen. Auf unserer Seite erklären wir dir, was es braucht, um ein tolles Manuskript zu schreiben.

Ein Manuskript sollte ordentlich formatiert sein, bevor es veröffentlicht wird oder ins Lektorat oder an einen Verlag geschickt wird. Wir erklären dir, wie du dein Manuskript formatierst. So geht’s!

Laut Definition handelt es sich bei einem Manuskript um einen handschriftlich geschriebenen Text. Im Alltag meint man mit einem Manuskript hauptsächlich einen Text, der entweder fertig und noch unveröffentlicht ist oder an dem man gerade schreibt (selbst wenn man erst eine Zeile geschrieben hat). Ob handschriftlich oder digital, ist hierbei egal. So schreibst du ein Manuskript.

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