Buchtitel finden - diese 7 Fehler sollten Sie vermeiden

Der Buchtitel wird von potenziellen Leser*innen als Erstes wahrgenommen. Neben dem Cover ist er oft der entscheidende Einflussfaktor, ob Leser*innen ein Buch näher betrachten oder sich dem nächsten Buch widmen. Sie sollten sich deshalb bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen und einen geeigneten Buchtitel finden. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie einen passenden Buchtitel für Ihre Veröffentlichung finden und welche Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.

Inhaltsverzeichnis

Fehler 1: Sie nehmen den ersten Buchtitel, der Ihnen einfällt

Sie schreiben monatelang an Ihrem Buch. Nun ist es endlich fertig und Sie müssen nur noch einen geeigneten Buchtitel finden. Ihre erste Idee klingt gar nicht so schlecht. Schnell auf das Cover damit und endlich das Buch veröffentlichen. Stopp! Um das beste Ergebnis und den größtmöglichen Absatz Ihres Buches zu erzielen, sollten Sie mehr als einen Gedanken in Ihren Buchtitel investieren. Einige Möglichkeiten, um einen Buchtitel zu finden, stellen wir Ihnen vor.

arbeiten am Laptop

Einen Buchtitel über die Handlung finden
Am einfachsten ist es, wenn Sie über die Handlung gehen und versuchen, darüber einen Buchtitel zu finden. Viele Buchtitel beschreiben das, was in der Geschichte passiert und sind damit sehr erfolgreich geworden.
Beispiel: “Harry Potter und der Gefangene von Askaban” von Joanne K. Rowling

Buchtitel finden – Ort und Zeit
Eine weitere Möglichkeit, um einen Buchtitel zu finden, sind der Ort oder die Zeit, in der die Geschichte spielt. Dies verrät bereits einiges über Ihre Handlung und macht viele Leserinnen und Leser neugierig auf das, was an diesem Ort passieren könnte.
Beispiel: “Mord im Orientexpress” von Agatha Christie oder “Nachts an der Seine” von Jojo Moyes

Der Name der Hauptfigur
Auch Namen sind beliebte Buchtitel. Viele Autor*innen wählen als Buchtitel für ihre Geschichten einfach den Namen ihrer Hauptfigur.
Beispiel: “Hamlet” von William Shakespeare.

Provokante oder auffallende Buchtitel finden
Wenn Ihre Leserinnen und Leser im Laden vor Ihrem Buch stehen bleiben und sich über den Titel austauschen, dann haben Sie alles richtig gemacht. Besonders einfach erreichen Sie dies, wenn Sie einen provokanten oder auffälligen Buchtitel finden.
Beispiel: “Am Arsch vorbei geht auch ein Weg” von Alexandra Reinwarth oder “Die vier Stunden Woche” von Timothy Ferris.

Fehler 2: Der gefundene Buchtitel ist bereits geschützt

Bei all den Millionen an Büchern und E-Books kann es passieren, dass Sie einen Buchtitel finden, der bereits von einer anderen Autorin oder einem anderen Autor verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie den USA können in Deutschland Buchtitel durch den Titelschutz geschützt werden. Möchten Sie also ein Buch veröffentlichen, sollten Sie unbedingt recherchieren, ob Ihr gewünschter Buchtitel schon geschützt ist. Die erste Veröffentlichung eines Titels zählt als das Original. Andernfalls könnten Verlage oder Autor*innen Ihnen mit rechtlichen Konsequenzen drohen und ihre Ansprüche geltend machen.

Buchtitel finden und schützen lassen

Auf der Seite des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels können Sie alle veröffentlichten Titelschutzanzeigen der letzten sechs Monate recherchieren. Außerdem finden Sie im Verzeichnis lieferbarer Bücher, kurz VLB, Auskunft über bereits erschienene Bücher und geschützte Buchtitel. Auch eine zusätzliche Recherche im gesamten Internet und bei Amazon empfiehlt sich. Es lohnt sich außerdem, sich zusätzlich zu den Themen Buchhandel und VLB bzw. Barsortiment zu informieren. So sind Sie von Anfang an auf der sicheren Seite und können bei der Veröffentlichung nichts falsch machen.

Fehler 3: Ihr Buchtitel besteht aus einem Wort

Ein-Wort-Titel sind per se nicht falsch. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass bereits andere Autor*innen denselben Buchtitel verwenden, steigt enorm. Zudem kann es schnell passieren, dass Ihr Buchtitel in der Masse der täglich erscheinenden Bücher schnell untergeht.
Entscheiden Sie sich für einen Buchtitel, der nur aus einem einzigen Wort besteht, sollten sie sich vorab unbedingt folgende Fragen stellen:

Tipp: Besonders häufig werden Ein-Wort-Buchtitel in den Genres Krimi und Thriller verwendet. Hier sollten Sie außerdem darauf achten, dass es zu keiner Verwechslung kommt, weil sich Worte sehr ähnlich anhören. Möchten Sie also beispielsweise einen Thriller mit dem Wort “Verdammt” veröffentlichen, sollten Sie unbedingt bedenken, dass es schon zahlreiche Thriller mit ähnlichem Wortklang gibt. Beispielsweise “Verdammnis” von Stieg Larsson. Das kann bei Ihrer Veröffentlichung sowohl von Vor- als auch von Nachteil sein. Hier sollten Sie selbst überlegen, ob Sie diese Ähnlichkeit erreichen oder lieber einen neuen Buchtitel finden wollen.

Fehler 4: Ihr Buchtitel ist sehr lang oder kompliziert

Auch das Gegenteil, ein sehr langer oder komplizierter Buchtitel, kann sich negativ auf den Erfolg Ihres Buches auswirken. Sehr lange und insbesondere komplizierte Titel, z. B. durch Fremdwörter oder ausländische Namen, wird sich kaum ein*e Leser*in merken können. Das beeinflusst eventuell negativ die Mund-zu-Mund-Empfehlungen. Dafür fallen lange Buchtitel schnell ins Auge und können somit das Interesse der Leser*innen wecken. Es muss natürlich bedacht werden, dass der Buchtitel dementsprechend den Großteil des gestalteten Buchcovers einnimmt.

Aktuelle Trends erkennen
Sie bekommen ein Gespür für aktuelle Trends in der Buchbranche und können dadurch folgende Punkte für Ihren eigenen Buchtitel ableiten:

  • Länge
  • Klang
  • Wortwahl

Natürlich sollten Sie, wenn Sie einen passenden Buchtitel finden möchten, nicht nur auf die aktuellen Trends setzen. Ein Blick auf die Bestsellerliste kann aber trotzdem hilfreich sein, um eine Idee für aktuelle Veröffentlichungen und Buchtitel anderer Verlage und Autor*innen zu bekommen.

Inspiration
Sie können sich von anderen Buchtiteln inspirieren lassen und vielleicht sogar Ihren eigenen Buchtitel ableiten. Gefällt Ihnen der Klang eines Titels besonders gut? Oder finden Sie das Buch besonders interessant, auf dem der oder die Autor*in bereits im Titel eine direkte Frage an die Leser*innen stellt? Zögern Sie nicht, dies auf Ihre eigene Veröffentlichung zu übertragen und so einen passenden Buchtitel zu finden.

Fehler 5: Sie verwenden keine Schlagwörter

Dieser Punkt spricht hauptsächlich Ratgeber- und Sachbuch-Autor*innen an. Insbesondere als Autor*in eines nicht-belletristischen Werks können Sie Ihre Auffindbarkeit durch die Verwendung von Schlagwörtern im Buchtitel erhöhen. Leser*innen suchen nach bestimmten Begriffen, wenn Sie auf der Suche nach neuer Lektüre sind. Diese Suchbegriffe sollten Sie recherchieren und die für Ihr Buch relevantesten Schlagwörter identifizieren. Versuchen Sie anschließend, einen Buchtitel zu finden, der ein oder sogar mehrere dieser Schlagwörter verwendet. Aber Achtung: Verwenden Sie nicht zu viele Schlagwörter in einem Titel. Das wirkt schnell unnatürlich und schreckt möglicherweise sogar ab. Eine gute Keyword-Recherche zahlt sich durchaus aus und ist auch für andere Metadaten Ihrer Veröffentlichung sinnvoll.

Heft, Laptop und Tasse

Um weitere Schlagwörter in Ihren Buchtitel einzubauen oder diesen zu erklären, können Sie insbesondere bei nicht-belletristischen Werken, mit einem Untertitel arbeiten. Dieser erklärt ihren Buchtitel näher und hilft potenziellen Leser*innen, die Wahl des richtigen Buches näher einzugrenzen. Beispiel: “Vegan in vier Wochen – so starten Sie in ein gesünderes Leben” oder “Autor werden in einem Jahr – in 12 Schritten zum ersten Roman”.

Auch belletristische Titel arbeiten manchmal mit Untertiteln. Hier wird damit aber vor allem eine Reihenzugehörigkeit gezeigt. Beispiel: “Verdammnis – der zweite Teil der Millenium-Trilogie” oder “Mord an der Küste – ein Nordsee-Krimi

Fehler 6: Ihr Buchtitel weckt keine Neugierde

Buchtitel, die zu lang oder nichtssagend sind, werden schnell überlesen. Die Bücher verkaufen sich demnach schlechter als jene mit einem besonders auffälligen Titel. Versuchen Sie unbedingt, mit Ihrem Buchtitel neugierig zu machen und bei Ihren Leserinnen und Lesern im Gedächtnis zu bleiben. Viele Autorinnen und Autoren überlegen sehr lange an einem geeigneten Buchtitel und andere finden ihn spontan im Schreibprozess. Um geeignete Buchtitel zu finden, könnten Sie beispielsweise in ein Brainstorming gehen. Sie könnten etwa alle Titel, Wörter und Assoziationen aufschreiben, die Ihnen bei Ihrem Buch in den Kopf kommen. Das darf ruhig chaotisch und unsortiert sein – manchmal entstehen dabei die besten Ideen.

Als Brainstorming wird eine Kreativitätstechnik bezeichnet, bei der Sie zunächst alle Ihre Ideen notieren, sammeln und anschließend in bestimmten Kategorien sortieren. Für ein ausführliches Brainstroming sollten Sie sich viel Zeit nehmen und Stift und Papier bereitlegen. Sie können jetzt bereits im Vorfeld bestimmte Überkategorien anlegen oder einfach drauflos denken. Im Falle des Buchtitels könnten Sie diesen in folgende Kategorien eingrenzen:

  • Titel mit einem Wort
  • Titel mit Ort oder Zeit
  • Titel mit Namen
  • Fragen und längere Titel

Anschließend versuchen Sie, Ihre Ideen zu sortieren. Hierfür können Sie beispielsweise eine große Sammlung erstellen und alles in einzelnen Unterkategorien anlegen. Und dann wird aussortiert. Streichen Sie alle Titel, die:

  • Sie bei einer Recherche im VLB oder auf einer anderen Seite bereits finden konnten
  • Die bei Ihnen nicht sofort eine Assoziation zu Ihrem Buch auslösen
  • Die missverständlich sind oder einen merkwürdigen Klang haben
  • Die sehr kompliziert sind

Vielleicht haben Sie jetzt schon den perfekten Buchtitel gefunden. Oder Sie haben eine kleine Liste, mit der Sie weiterarbeiten und die Sie stetig verfeinern können.

Fehler 7: Sie holen sich kein Feedback ein

Wenn Sie immer noch unsicher sind, könnten Sie auch andere Autor*innen oder Bekannte fragen, ob sie Ideen für einen geeigneten Titel haben. Diese Personen sollten natürlich ein bisschen was über Ihre Geschichte wissen oder sie vielleicht sogar schon gelesen haben. So können Sie schnell bewerten, ob der Titel zu Ihrem Buch passt. Folgende Fragen können Sie dabei im Gespräch stellen:

Handys, mehrere Laptops, trinken

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