Lesung organisieren - 5 wichtige Tipps

Eine Lesung ist für Autor*innen eine sehr gute Möglichkeit, auch offline auf sich aufmerksam zu machen und mit der eigenen Persönlichkeit zu punkten. Sie können während der Lesung eine direkte Nähe zu Ihren Zuhörer*innen aufbauen und so in unmittelbarem Kontakt zu seiner Zielgruppe stehen. Sie sollten sich überlegen, ob eine Lesung nicht auch für Sie eine weitere Option in Ihrem Marketingkonzept darstellt. Durch Lesungen können Sie neue Leser*innen gewinnen und bereits vorhandene an sich binden.

Inhaltsverzeichnis

Menschen reden über Bücher

Tipp 1: Richten Sie Ihre Lesung an der Zielgruppe Ihres Buches aus

Halten Sie die Augen auf und scannen Sie Ihr näheres Umfeld nach möglichen Veranstaltungsorten, Kooperationspartnern oder Leuten, die Ihnen vielleicht bei der Werbung für Ihre Lesung helfen können. Gehen Sie zu Lesungen anderer Autor*innen und schauen Sie, was Ihnen gefällt und was nicht. Wichtig bei diesen Überlegungen ist es, Ihre Zielgruppe im Hinterkopf zu behalten. Die Lesung muss zum Buch passen und Sie kennen Ihr Buch am besten. Wenn Sie ein Sachbuch geschrieben haben, bietet es sich zum Beispiel an, eine Podiumsdiskussion zu organisieren oder ein Interview mit einem Experten durchzuführen. Bei einem Kinderbuch wäre eine Lesestunde im Kindergarten oder in einer Schule geeigneter.

Tipp 2: Suchen Sie geeignete Kooperationspartner

Suchen Sie sich Kooperationspartner, die zu Ihrem Event passen. Spielt Ihr Mord in einer Gärtnerei, dann halten Sie Ihre Lesung auch dort. Ist Wein Ihr Thema, dann sprechen Sie mit der Weinhandlung Ihres Ortes, vielleicht können Sie dort lesen oder Ihre Weinhandlung organisiert einen Weinverkauf im Rahmen Ihrer Lesung. Klassischer Kooperationspartner bei einer Lesung ist Ihre Buchhandlung. Im Idealfall können Sie auch auf die Expertise des Buchhändlers zurückgreifen. Sollte Ihre Buchhandlung keinen Veranstaltungsort bereitstellen können, dann bietet sie vielleicht an, den Büchertisch zu gestalten und zu betreuen. An einem Büchertisch können Besucher der Lesung eines Ihrer Bücher kaufen, um es dann von Ihnen widmen zu lassen.

Überlegen Sie sich, in welchem Rahmen Sie Ihre ideale Lesung gerne halten würden: auf einem Piratenschiff, in einem finsteren Kerker oder bei Ihnen daheim im Garten. Dann machen Sie einen Realitäts-Check. Eine Lesung auf einem Piratenschiff ist schwer zu realisieren, aber vielleicht kennen Sie einen Dampferkapitän oder Sie mieten einen Stocherkahn. Wichtig bei der Wahl des Lesungsortes ist es, auf mögliche Lärmquellen zu achten. Wenn vor Ihrem Lieblingsort eine Nachtbaustelle ist, sollten Sie sich eine Alternative zu suchen.

Tipp 3: Bewerben Sie Ihre Lesung aktiv

zusammen Notizen schreiben

Ziel Ihrer Veranstaltung ist es, so viele Leserinnen und Leser wie möglich zu erreichen. Daher raten wir Ihnen: Ziehen Sie alle Register, Ihre Lesung bekannt zu machen, um so viele potenzielle Teilnehmer*innen wie möglich anzusprechen. Lassen Sie Plakate und Flyer drucken und fragen Sie Buchhandlungen und Büchercafés in Ihrer Nähe, ob Sie diese dort auslegen bzw. aufhängen dürfen. Melden Sie Ihre Lesung bei lokalen Veranstaltungskalendern an. Je weiter diese Infos gestreut sind, desto höher ist die Chance auf mehr Teilnehmer bei Ihrer Veranstaltung.

Sprechen Sie mit Pressevertretern Ihrer Heimatzeitung, laden Sie sie zu Ihrer Lesung ein, um über Ihr Buch zu berichten. Minimalziel Ihrer Pressearbeit sollte es sein, in den Veranstaltungshinweisen der Zeitung zu erscheinen. Nutzen Sie Ihre Social Media-Kanäle, um Ihre Veranstaltung auch online bekannt zu machen. Auf Facebook können Sie zum Beispiel Veranstaltungen anlegen.

Tipp 4: Bereiten Sie Ihre Lesung gut vor

Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Textstellen Ihres Buches sich besonders für eine Lesung eignen. Sie sollten kurz und prägnant sein. Üben Sie laut zu lesen, am besten auch vor Publikum, wie z. B. vor Freunden und Familie. Nehmen Sie sich beim Lesen auf und hören Sie sich die Aufnahme an. So können Sie an Stellen feilen, die Ihnen besonders wichtig sind. Ihre Zuhörer sind an diesem Abend nur wegen Ihnen und Ihres Buches da und sie merken, wenn Sie sich vorbereitet haben. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Leute Ihr Buch nicht sofort kaufen wollen, ist es geschickt, kleine Geschenke wie z. B. Lesezeichen oder Postkarten bereitzustellen, die sie an Sie und Ihre Lesung erinnern. Auch kostenlose Leseproben eignen sich gut dafür, idealerweise werden sie weitergegeben und Sie gewinnen noch mehr Leser*innen.

Tipp 5: Sorgen Sie für einen gelungenen Abschluss

Nach der eigentlichen Lesung spricht der Autor oder die Autorin in der Regel seinen/ihren Dank aus und weist auf die Möglichkeit hin, das Buch vor Ort erwerben zu können. Wird mit einer Buchhandlung zusammengearbeitet, wird diese die Buchbestellung und den Verkauf regeln. Falls Sie die Organisation alleine übernehmen, achten Sie darauf, genügend Bücher und Wechselgeld vorrätig zu haben. Das Verwenden von Bestellkarten stellt eine weitere Möglichkeit des Vertriebs dar. Erfüllen Sie Ihren Leser*innen auf jeden Fall den Wunsch nach einer persönlichen Widmung.

Genießen Sie die Aufmerksamkeit und geben Sie sie zurück. Nach der Lesung sind die Gespräche mit Ihren Leser*innen für Sie Gold wert. Fordern Sie ein Feedback ein, um Ihre Zielgruppe genauer kennenzulernen. Hierfür kann am Schluss der Lesung auch eine Fragerunde eröffnet werden. EDiese lässt Nähe entstehen und führt zu einem Gefühl von Exklusivität bei den Teilnehmern. Gespräche mit Ihren Leser*innen sind eine tolle Chance für Sie, mehr über Ihre Zielgruppe zu erfahren. Aber am allerwichtigsten: Haben Sie Spaß! Lesungen sind die Rockkonzerte der Autor*innen.

gemeinsam Buch lesen

Lesungen für Kurzgeschichten

Worin unterscheidet sich eine Lesung für Kurzgeschichten von einer Lesung für einen Roman? Im Grunde genommen bleiben die organisatorischen Aspekte gleich. Sie müssen Ihre Zielgruppe berücksichtigend Ort, Zeit und Ablauf festlegen. Beim letzten Punkt bieten sich Ihnen jedoch mit der Vorstellung von Kurzgeschichten neue Möglichkeiten. Zumeist werden mehrere Kurzgeschichten in einem Sammelband veröffentlicht. Dies ermöglicht Ihnen eine größere Spannbreite bei der Auswahl Ihrer Leseproben. Sie können entweder nur eine Kurzgeschichte vorlesen, dafür komplett, oder aus mehreren Kurzgeschichten den spannendsten bzw. interessantesten Abschnitt vortragen.

Denken Sie auch bei der Wahl der Kurzgeschichte und der Textauszüge an Ihre Zielgruppe. Sollten vor Ort wider Erwarten mehr ältere Zuhörer statt junge Menschen sein, welche Sie eigentlich beabsichtigen anzusprechen, ist es ratsam, vorab mehr Leseproben als nötig und für verschiedene Zielgruppen auszusuchen und zu markieren. So können Sie spontan während der Lesung die passenden Passagen wählen. Da die Konzentration beim Menschen schnell nachlässt, denken Sie daran, Ihre Leseproben kurz zu halten. Wenn Sie merken, dass Ihre Zuhörer zunehmend auf Ihre Handys schauen und ungeduldig auf ihren Stühlen rumrutschen, ist es an der Zeit zum nächsten Punkt des Programms zu wechseln. 10 bis 15 Minuten Vorlesen reichen meist aus, da das Publikum vor allem an Ihnen und exklusiven Hintergrundinformationen zu Ihrem Buch in der anschließenden Fragerunde interessiert ist.

Bei Kurzgeschichten bietet es sich außerdem an die Lesung mit anderen Kurzgeschichten-Autor*innen zu veranstalten. Dies können andere Autor*innen aus dem gleichen Sammelband oder befreundete Autor*innen mit eigenen Werken sein. So können Sie sich nicht nur organisatorische Aufgaben teilen, sondern verdoppeln auch noch die Reichweite Ihrer Werbemaßnahmen. Wenn jeder über seine Social Media-Kanäle Fans sowie Freunde und Bekannte einlädt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass viele Zuhörer kommen und Ihre Lesung ein Erfolg wird.

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