Buchmarketing mit Schlagwörtern: Anleitung und Tipps

Ein gutes Buch allein garantiert noch keine Verkäufe. Damit Leser:innen dein Buch oder E-Book kaufen, müssen sie es zunächst finden. Genau hier kommen Schlagwörter beziehungsweise Keywords ins Spiel. Sie gehören zu den wichtigsten Werkzeugen im Buchmarketing, da sie beeinflussen, wie gut ein Buch in Online-Shops, Suchmaschinen und KI-gestützten Suchsystemen gefunden wird. Gerade für Selfpublisher:innen ohne großes Marketingbudget können die richtigen Schlagwörter entscheidend sein.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schlagwörter?

Schlagwörter sind Begriffe und Wortkombinationen, die Leser:innen online eingeben, wenn sie nach einem bestimmten Buch, Thema oder Genre suchen. Als Teil der Buchmetadaten helfen sie Shops wie Amazon, Thalia, Hugendubel oder epubli dabei, Bücher passenden Suchanfragen und Shopategorien zuzuordnen. Auch Hashtags in sozialen Medien funktionieren letztlich wie Keywords und sind wichtiger Teil des Social Media Marketings.

Aber aufgepasst: Keyword ist nicht gleich Keyword. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Short-Tail- und Long-Tail-Keywords.

Short-Tail-Keywords bestehen meist aus einem einzelnen, sehr allgemeinen Begriff, beispielsweise „Malbuch” oder „Fantasyroman”. Diese Schlagwörter haben zwar häufig ein hohes Suchvolumen, sind aber sehr unspezifisch und oft stark umkämpft.

Long-Tail-Keywords bestehen aus mehreren Begriffen und beschreiben deutlich genauer, wonach gesucht wird, beispielsweise „Malbuch Kinder Bauernhof”, „Fantasyroman mit Drachen” oder „humorvoller Romantasyroman“. Solche Suchanfragen sind seltener, führen aber oft zu besseren Platzierungen und höheren Verkaufschancen, weil sie genauer wiedergeben, wonach Leser:innen suchen. Gleichzeitig enthalten sie oft bereits die relevanten Short-Tail-Begriffe.

Warum gute Keywords für dein Buchmarketing essenziell sind

Wenn du passende Schlagwörter hinterlegst und jemand in einem Online-Shop danach sucht, kann dein Buch in den Suchergebnissen erscheinen. Fehlen relevante Schlagwörter oder wurden ungeeignete Begriffe gewählt, wird dein Buch schlechter gefunden, was sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirken kann. Eine sorgfältige Keyword-Recherche kann deshalb einen wichtigen Beitrag zum Erfolg deines Buches leisten.

Keywords sind nicht nur ein eigener Teil der Metadaten, sondern finden sich auch in den anderen Bereichen der Metadaten deines Buches wieder. Dazu gehören unter anderem Titel, Untertitel, Klappentext, Kategorien und Autor:inneninformation. Keywordoptimierung ist deshalb eine häufig genutzte Strategie, um die Metadaten eines Buches ganzheitlich zu verbessern.

Besonders wichtig sind dabei Titel und Untertitel, da sie bei Suchanfragen eine hohe Relevanz besitzen. Auch die gewählten Kategorien und die manuelle Schlagwortvergabe beeinflussen, in welchen Suchergebnissen und Shop-Kategorien ein Buch erscheint. Die Schlagwörter deines Buches sollten deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Am besten funktionieren sie als Teil eines durchdachten Metadaten-Konzepts.

Je besser ein Buch auf die Suchanfragen der Zielgruppe abgestimmt ist – also je passender die Schlagwörter ausgewählt sind –, desto größer ist die Chance, in den Suchergebnissen sichtbar zu werden und Leser:innen zu erreichen.

So findest du passende Keywords für dein Buch

Denke wie deine Leser:innen

Der wichtigste Grundsatz bei der Keyword-Recherche lautet: Denke nicht wie Autor:innen, sondern wie deine potenziellen Leser:innen.

Frage dich:

  • Wonach würde jemand suchen, der mein Buch noch nicht kennt?
  • Welches Problem löst mein Buch?
  • Welches Genre bedient es?
  • Welche Themen spielen eine zentrale Rolle?

Verwende Begriffe, nach denen tatsächlich gesucht wird. Namen unbekannter Figuren oder fiktiver Orte eignen sich meist nicht als Keywords, da niemand gezielt danach sucht.

Stattdessen sollten die Begriffe das Genre, Thema oder zentrale Elemente des Buchplottes beschreiben. Dabei sollten die Schlagwörter:

  • einen klaren Bezug zum Inhalt haben
  • korrekt geschrieben sein
  • möglichst spezifisch sein
  • nicht einfach Titel oder Untertitel wiederholen, sondern zusätzliche Suchmöglichkeiten schaffen

Keywords setzen sich zusammen aus einer Kombination von:

  • Genre/Subgenre (Krimi, Thriller, Liebesroman, Jugendbuch etc.)
  • Setting (historisch, mittelalterlich, Weltall, magische Welt, Großstadt etc.)
  • Handlungselementen (Verrat, Rache, Verfolgungsjagd, Revolution, Schatzsuche etc.)
  • Format (Roman, Bilderbuch, Malbuch, Graphic Novel etc.)
  • Hauptfigur (Held:in, Soldat:in, Dedektiv:in, Pirat:in, Hexe etc.)
  • Figurenkonstellation (Found Family, Ermittler:innenduo, Geschwister, Rival:innen etc.)
  • Zielgruppe (Young Adult, New Adult, Kinder, Alleinerziehende, Hobbygärtner:innen etc.)
  • Stimmung (düster, spannend, humorvoll, actionreich, mystisch etc.)
  • Handlungsgeschwindigkeit (Slow Burn, actionreich, rasant, dramatisch, atemlos, atmosphärisch etc.)
  • Book Tropes

Du musst nicht alle Möglichkeiten abdecken, sondern solltest die Begriffe auswählen, die dein Buch am besten beschreiben.

Beispiele für spezifischere Genre und Subgenre Keywords

Statt Kriminalroman:
Schwarzwald-Krimi, Alpenkrimi, Cold Case, humorvoller Krimi, historischer Kriminalroman, actionreicher Krimi, Amateurdetektiv-Krimi, Korruptionskrimi, Polizeikrimi, Cosy Crime, Regionalkrimi, Mafia-Krimi, Crime Fiction, Kleinstadtkrimi, Inselkrimi Mordermittlung, Küstenkrimi Nordsee Cold Case, humorvoller Bayernkrimi etc.

Statt Liebesroman:
Billionaire Romance, Sports Romance, romantische Komödie, Kleinstadt-Romance, LGBTQ+-Romance, Holiday Romance, Second-Chance-Romance, Slow-Burn-Romance, Young-Adult-Liebesroman, Forbidden-Love-Historical-Romance, Dark-Academy-Romance, spicy New-Adult-Romance etc.

Statt Fantasyroman:
Drachen-Fantasy, Romantasy, epischer Fantasyroman, Dark Fantasy, Young Adult Fantasy, magische Akademie Young Adult Fantasy, Urban Fantasy, New Adult Fantasy, queere Fantasy, Dark-Academy-Romantasy etc.

Statt Thriller:
Psychothriller, Actionthriller, Agententhriller, Politthriller, Militärthriller, Spionagethriller, Justizthriller, skandinavischer Thriller, skandinavischer Ermittlerthriller, Überlebensthriller Wildnis, Mystery Thriller, Cyberthriller Künstliche Intelligenz etc.

Statt Kinderbuch:
Bilderbuch, Vorlesebuch, Kinderbuch ab (Altersangabe) Jahren, fantasievolle Kindergeschichte, Kinder-Tiergeschichten, Kinder-Pferdebuch, Kinder-Weihnachtsgeschichten, lustige Kinder-Detektivgeschichte, Kinder-Mitmachbuch etc.

Statt Science Fiction:
Science-Fiction-Utopie, Science-Fiction-Dystopie, Cyberpunk Science Fiction, Military Science Fiction, Near-Future Science Fiction, postapokalyptische Science Fiction, Zeitreise-Science-Fiction etc.

Künstliche Intelligenz verändert die Buchsuche

Bisher waren vor allem Suchbegriffe interessant, die häufig gesucht wurden, aber vergleichsweise wenig Konkurrenz hatten. Allerdings hat sich in den letzten Jahren durch die Nutzung und den Einsatz von KI bei Suchanfragen einiges geändert. Sowohl darin, wie Leser:innen suchen, aber auch aufgrund welcher Daten die KI-basierten Shopsysteme entscheiden, welches Buch bei der Suchanfrage angezeigt wird. Deshalb reicht es nicht mehr aus, bei der Keywordwahl wie deine Leser:innen zu denken. Du musst auch wie das KI-System denken, das entscheidet, welche Suchvorschläge angezeigt werden.

Immer mehr Leser:innen suchen nicht mehr mit einzelnen Suchbegriffen, sondern in natürlicher Sprache. Statt „Abenteuer Fantasyroman” wird bei einer Suchanfrage zum Beispiel „Ich suche einen schnellen, abenteuerreichen Fantasyroman mit Drachen und einer Hexe als Hauptfigur.“ eingegeben. Diese Änderung im Suchverhalten wirkt sich auch auf die Auswahl deiner Schlagwörter aus.

Shopseiten, die mit solchen KI-Systeme arbeiten – beispielsweise KI-Assistenten wie Amazons Rufus, der Kund:innen bei der Produktsuche unterstützt –, analysieren beim Erstellen der Suchergebnisse für diese Anfrage nicht nur einzelne Suchbegriffe, sondern das gesamte Profil eines Buches. Dazu gehören: Titel, Untertitel, Keywords, Kategorien, Beschreibung, Rezensionen und Autor:innendaten.

Das bedeutet: Bei der Auswahl deiner Buchdaten geht es nicht nur darum, eine einheitliche Zielgruppe anzusprechen und alle Informationen passend sowie wahrheitsgetreu wiederzugeben. Es geht auch darum, dem KI-System alle relevanten Daten bereitzustellen, nach denen es filtert.

Die Keyword Recherche

Google-Suche

Nachdem du dir Gedanken gemacht hast, welche Suchbegriffe für dein Buch oder E-Book am besten geeignet sind, geht es darum, die gesammelten Ideen zu überprüfen. Eine einfache Möglichkeit dafür bietet Google Suggest. Dahinter steckt die Autovervollständigung bei der Eingabe von Suchbegriffen.

Beachte jedoch, dass die angezeigten Vorschläge durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden können. Wenn du mit deinem Google-Konto eingeloggt bist oder bereits ähnliche Begriffe gesucht oder Webseiten besucht hast, können frühere Suchanfragen, Standortdaten oder persönliche Einstellungen die Ergebnisse beeinflussen. Für möglichst neutrale Resultate ist es daher sinnvoll sein, die Recherche in einem privaten bzw. Inkognito-Fenster und ohne Login durchzuführen.

Gib den Anfang eines Keywords ein und Google zeigt dir verschiedene Vorschläge. Diese basieren laut Google auf häufig verwendeten Suchbegriffen im Zusammenhang mit deinem Keyword. Gibst du zum Beispiel “Fantasyroman” ein, erhältst du folgende Vorschläge von Google:

googlesuche keywords

Wichtig ist dabei, nicht nur den Hauptbegriff zu prüfen, sondern die Vorschläge Schritt für Schritt weiter einzugrenzen. Suchst du beispielsweise nach „Fantasyroman“, kannst du anschließend auch Kombinationen wie „Fantasyroman Erwachsene“, „Fantasyroman Drachen“ oder „Fantasyroman Liebesgeschichte“ eingeben und die angezeigten Vorschläge erneut auswerten. Auf diese Weise erhältst du immer spezifischere Suchphrasen und entdeckst oft Keywords, an die du zunächst gar nicht gedacht hast.

Um deine Keywords weiter einzugrenzen, eignet sich bei deiner Keyword Recherche beispielsweise das Keyword Tool von GoogleAdwords. Um dieses nutzen zu können, benötigst du ein Google-Konto. Unter “AdWords > Tools > Keyword-Planer > Neue Keywords entdecken” tippst du nacheinander die Schlagwörter für dein Buch ein und schaust, wie viele Suchen pro Monat dazu durchgeführt werden. Je höher die Suchanfragen und je geringer der Wettbewerb, desto besser. 

Wichtig: Google zeigt das monatliche Suchvolumen nicht allen Nutzer:innen gleich an. Wer aktiv Google-Ads-Kampagnen schaltet, erhält in der Regel konkrete Durchschnittswerte für die monatlichen Suchanfragen. Ohne laufende Werbeanzeigen werden nur Suchvolumen-Spannen angezeigt. Die Daten eignen sich dennoch gut, um Keywords miteinander zu vergleichen und Potenziale zu erkennen.

Suchen wir in unserem Beispiel wieder nach „fantasyroman”, erfahren wir, dass dieses Suchwort etwa 590 Suchanfragen pro Monat erhält. Wir sehen außerdem, dass sich eine andere Schreibweise auf die Anzahl der Suchen auswirkt. So hat die Suche nach „fantasyroman” durchschnittliche 1.000 Suchanfragen pro Monat.

googleads

Amazon-Suche

Neben Amazon kannst du natürlich auch andere Online-Shops mit Suchvorschlägen für deine Keyword-Recherche nutzen. Das funktioniert beispielsweise bei Thalia, wo die Autovervollständigung ebenfalls Hinweise auf häufig gesuchte Begriffe und Themen liefert.

Eine weitere einfache Möglichkeit für die Keyword Recherche ist die Amazon-Suche. Amazon zeigt dir im Gegensatz zu Google AdWords zwar keine genauen Suchzahlen, aber die Autovervollständigung der Suche funktioniert ähnlich wie Google Suggest. Damit kannst du erkennen, welche Suchphrasen häufig verwendet werden. Diese Autovervollständigung bei der Eingabe liefert wertvolle Hinweise darauf, wonach Leser:innen tatsächlich suchen, und kann dir neue Ideen für passende Keywords geben. Genauso wie bei der Google-Suche gilt hier, darauf zu achten, dass du nicht eingeloggt bist, damit deine früheren User-Aktivitäten die Ergebnisse deiner Recherche nicht beeinflussen.

Für „fantasyroman” beispielsweise kommen folgende Vorschläge:

amazonsuche keywords

Neben Amazon kannst du natürlich auch andere Online-Shops mit Suchvorschlägen für deine Keyword-Recherche nutzen. Das funktioniert beispielsweise bei Thalia, wo die Autovervollständigung ebenfalls Hinweise auf häufig gesuchte Begriffe und Themen liefert.

So setzt du deine Keywords richtig ein

Die besten Keywords bringen wenig, wenn sie nicht sinnvoll in dein gesamtes Buchmarketing eingebunden sind. Alle Informationen, die du Leser:innen und Shopsystemen zur Verfügung stellst, sollten zusammenpassen. Dazu gehören Titel, Untertitel, Cover, Buchbeschreibung, Kategorien und ausgewählte Keywords.

Dein Buch sollte ein klares Gesamtbild vermitteln. Widersprechen sich die einzelnen Elemente, kann das Leser:innen und auch Suchsysteme verwirren. Wenn der Titel eines Buches zum Beispiel sehr literarisch wirkt, während der Untertitel ein Fantasybuch verspricht und das Cover eher nach Science Fiction aussieht, kann dies zu einer falschen Einordnung führen.

Das Ziel ist deshalb ein stimmiges Profil. Leser:innen sollen sofort erkennen, welches Buch sie vor sich haben. Auch Plattformen müssen dein Buch eindeutig zuordnen können.
Frage dich deshalb immer:

„Würden sich Leser:innen dieser Kategorie freuen, mein Buch hier zu finden?“

Wenn die Antwort ja lautet, passen deine Angaben wahrscheinlich gut zusammen. Wenn nicht, lohnt sich eine Überarbeitung.

Aber nicht nur die Auswahl der Keywords spielt eine Rolle, sondern auch ihre Reihenfolge. Das erste Keyword besitzt die höchste Priorität. Die weiteren Begriffe folgen entsprechend ihrer Wichtigkeit.

Deshalb solltest du die Begriffe, die dein Buch am genauesten beschreiben und die für deine Zielgruppe besonders relevant sind, zuerst nennen.

Weniger ist manchmal mehr: Sorgfältig ausgewählte Schlagwörter verbessern die Auffindbarkeit deines Buches. Vermeide es jedoch, deine Buchmetadaten mit möglichst vielen Schlagwörtern zu überladen. Zu viele Keywords können unnatürlich wirken und die Attraktivität für Leser:innen beeinträchtigen. Entscheidend ist eine ausgewogene Balance zwischen Sichtbarkeit in den Suchergebnissen und einer ansprechenden Präsentation deines Buches.

Im Buchtitel
Keywords im Buchtitel besitzen das höchste Gewicht. Besonders wichtige Suchbegriffe sollten deshalb sinnvoll im Titel platziert werden, sofern dies natürlich wirkt und zum Buch passt.

Im Untertitel
Der Untertitel besitzt nach dem Titel die zweithöchste Relevanz. Er sollte jedoch ebenso nicht ausschließlich aus Keywords bestehen. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, den konkreten Nutzen oder Inhalt des Buches für die Zielgruppe zu vermitteln.

Beispiel

Titel: Vegane Ernährung

Untertitel: Einfach gesund leben mit pflanzlicher Ernährung und alltagstauglichen Rezepten
Ein guter Untertitel kann die Kaufentscheidung positiv beeinflussen und gleichzeitig wichtige Suchbegriffe enthalten.

In der Buchbeschreibung
Auch die Buchbeschreibung sollte die wichtigsten Keywords enthalten.
Dabei gilt:

  • Keywords natürlich integrieren
  • keine künstlichen Aneinanderreihungen
  • Genre und Zielgruppe klar kommunizieren

Besonders der erste Absatz sollte sofort deutlich machen:

  • Genre/Subgenre
  • Hauptfigur
  • Schauplatz
  • zentralen Konflikt
  • Tonfall
  • Leseversprechen
  • wichtige Book Tropes

Ein Beispiel für eine weniger aussagekräftige Beschreibung wäre:

„Die junge Hexe ist zu großem Bestimmt.“

Der Satz erzeugt zwar Stimmung, liefert aber kaum Informationen darüber, was Leser:innen tatsächlich erwartet.
Ein Beispiel für eine geeignete Buchbeschreibung wäre:

„Ein abenteuerlicher magischer Fantasyroman über eine junge Hexe, die dazu auserwählt ist, einen Drachen zu retten.“

Dieser Satz vermittelt Genre, Tempo, Hauptfigur und Konflikt.

Keywords in den Shop-Metadaten

Viele Veröffentlichungsplattformen bieten eigene Felder für Keywords an. Diese solltest du nutzen, um weitere relevante Begriffe zu hinterlegen, die nicht bereits in Titel oder Untertitel vorkommen. So entstehen zusätzliche Möglichkeiten, über Suchanfragen gefunden zu werden.

Hinterlege Keywords bei der Veröffentlichung deines Buchs oder E-Books mit epubli. So einfach geht’s:

Nachdem du deine Buchdateien erfolgreich hochgeladen hast, kannst du weitere Angaben zu deinem Buch ergänzen. Neben Titelinformationen und der Buchbeschreibung kannst du im Reiter „Informationen zur Auffindbarkeit“ deinen Titel bis zu fünf Kategorien und Unterkategorien zuordnen. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, bis zu sieben Schlagwörter zu hinterlegen, um die Auffindbarkeit deines Buches zu verbessern.

veröffentlichungsprozess epubli keywords

Checkliste: Vermeide diese Fehler bei der Keyword-Auswahl

  • Zu allgemeine Begriffe verwenden. Statt „Roman“ lieber „Liebesroman in Schottland“. Je spezifischer ein Begriff ist, desto besser erreicht er die passende Zielgruppe.
  • Zu viele Keywords verwenden (Keyword Stuffing). Zu viele Keywords wirken unnatürlich und helfen weder Leser:innen noch Shopsystemen.
  • Irreführende oder gegensätzliche Keywords verwenden. Keywords müssen immer zum tatsächlichen Inhalt des Buches passen.

Fazit

Keywords sind mehr als ein technisches Detail beim Veröffentlichen eines Buches. Sie helfen Buchshops, Suchmaschinen und zunehmend auch KI-Systemen dabei, dein Buch den passenden Leser:innen zu zeigen. Eine gute Keyword-Recherche hilft dir dabei, Begriffe zu finden, die dein Buch genau beschreiben und zur Zielgruppe passen.

Die besten Schlagwörter sind relevant, spezifisch und stimmen mit dem Inhalt deines Buches überein. Zusammen mit einem passenden Titel, einem aussagekräftigen Untertitel, einer klaren Beschreibung und den richtigen Kategorien bilden sie die Grundlage für eine bessere Auffindbarkeit. Wenn du deine Keywords sorgfältig auswählst und sie als Teil deines gesamten Metadaten-Konzepts verstehst, erhöht sich die Chance, dass dein Buch gefunden, angeklickt und gekauft wird.

Häufige Fragen

Schlüsselwörter bzw. Keywords sind Begriffe oder Wortkombinationen, nach denen Leser:innen suchen, um Bücher zu einem bestimmten Thema, Genre oder Inhalt zu finden. Sie helfen Online-Shops und Suchsystemen dabei, dein Buch passenden Suchanfragen zuzuordnen.

Grundsätzlich wird zwischen Short-Tail- und Long-Tail-Keywords unterschieden. Short-Tail-Begriffe sind kurze, allgemeine Suchbegriffe wie „Fantasyroman“, während Long-Tail-Keywords aus mehreren Wörtern bestehen und eine konkrete Suchabsicht beschreiben, beispielsweise „epischer Fantasyroman mit Drachen“.

Ja, Keywords sind nach wie vor wichtig. Sie helfen Online-Shops und KI-gestützten Suchsystemen dabei, dein Buch passenden Suchanfragen zuzuordnen. Allerdings reicht es heute nicht mehr aus, einzelne Keywords zu optimieren. Moderne Suchsysteme berücksichtigen das gesamte Buchprofil, darunter Titel, Untertitel, Buchbeschreibung, Kategorien, Rezensionen und weitere Metadaten.

Versetze dich in deine potenziellen Leser:innen und überlege, wonach sie suchen würden. Hilfreiche Quellen für die Recherche sind Google Suggest, die Amazon-Autovervollständigung sowie Keyword-Tools. Gute Keywords beschreiben Genre, Thema, Zielgruppe oder zentrale Elemente deines Buches möglichst präzise und widersprechen sich nicht.

Wichtiger als die Anzahl ist die Qualität der Keywords. Verwende nur Schlagwörter, die dein Buch tatsächlich beschreiben und für deine Zielgruppe relevant sind. Zu viele Begriffe können unnatürlich wirken und die Wirkung deiner Buchmetadaten beeinträchtigen. Daher gilt: Lieber wenige, gut gewählte Keywords als möglichst viele Schlagwörter.

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